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Checkliste: Worauf muss ich bei einer Scheidung achten?

Manchmal wird man von heute auf morgen damit konfrontiert, dass sich der Ehepartner die Scheidung wünscht. Plötzlich müssen unzählige Dinge auf einmal geregelt werden und das, obwohl die Emotionen gerade hoch kochen. Jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich eine Scheidung Checkliste zusammenzustellen, die Sie Punkt für Punkt abarbeiten können. Solch eine Checkliste hilft Ihnen dabei, auch in hektischen Zeiten nicht den Überblick zu verlieren.

Checkliste Punkt 1 – Unterlagen zusammenstellen und sichern

In einem ersten Schritt sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle wichtigen Unterlagen sammeln und sicher verwahren. Wichtige Unterlagen, die im Rahmen der Scheidung von Bedeutung sind, sind unter anderem die Eheurkunde, ein eventuell geschlossener Ehevertrag, Einkommensnachweise, Kontoauszüge, Versicherungspolicen, Mietverträge oder Kaufverträge zu größeren Anschaffungen. Sollten Sie Kredite aufgenommen haben oder in anderer Weise verschuldet sein, kopieren Sie auch diese Unterlagen und heften Sie sie ab.

Checkliste Punkt 2 – Alle Einnahmen erfassen

Im Vorfeld einer Scheidung ist es ebenfalls wichtig, Ihre und die Einnahmen Ihres Ehegatten zu kennen und zu erfassen. Neben dem monatlichen Einkommen gehören auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Mieteinnahmen oder Verdienste aufgrund eines Nebenjobs auf Ihre Checkliste. Diese Unterlagen können Sie zu einem späteren Zeitpunkt Ihrem Anwalt zukommen lassen, der Sie dazu verwendet, etwaige Unterhaltsforderungen geltend zu machen oder den Vermögensausgleich vorzubereiten.

Checkliste Punkt 3 – Richten Sie Ihr eigenes Bankkonto ein

Sobald Sie und Ihr Ehepartner sich getrennt haben, sollten Sie auch Ihre Konten voneinander separieren. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Sie nicht mehr für die neuen Schulden oder das Konto Ihres Ex-Partners mithaften. Auch in der Vergangenheit zugunsten Ihres Partners gemachte Vollmachten sollten widerrufen und bestehende Dispo Kredite gekündigt werden. Auch Online-Accounts oder gemeinsam genutzte E-Mail Adressen sollten Sie rasch ändern.

Checkliste Punkt 4 – Setzen Sie ein neues Testament auf

Sollten Sie Ihren Ehepartner in Ihrem Testament bedacht haben und möchten Sie dies mit Blick auf die Scheidung nun nicht mehr, dann sollten Sie zügig nach der Trennung ein neues Testament aufsetzen und das vorherige widerrufen. Dies ist ein wichtiger Punkt auf der Checkliste. Auch wenn Sie kein Testament haben, könnte ein Testament für die Zeit zwischen Trennung und endgültiger Scheidung sinnvoll sein. Denn die gesetzliche Erbfolge ändert sich erst mit der Scheidung.

Checkliste Punkt 5 – Verschaffen Sie sich einen Überblick über den aufzuteilenden Hausrat

Bereits bevor Sie und Ihr Ex-Partner sich anwaltlich vertreten lassen, sollten Sie die Gegenstände, die Sie während Ihrer Ehe für Ihr gemeinsames Leben genutzt haben, erfassen und die zugehörigen Kaufbelege sichern. Im Rahmen der Scheidung werden diese Gegenstände dann unter den Eheleuten aufgeteilt. Sich einen ersten Überblick über sie zu verschaffen, kann für Sie von Vorteil sein. Kunst oder größere Wertanlagen hingegen, gehören auch nach der Scheidung noch dem Ehepartner, der sie angeschafft hat.

Checkliste Punkt 6 – Denken Sie gut darüber nach, wer ausziehen soll

Ein voreiliger Auszug kann in rechtlicher Hinsicht dann nachteilig für Sie sein, wenn Sie nach der Scheidung in der ehemals gemeinsamen Wohnung bleiben möchten. Flüchten Sie also nicht überstürzt aus der Wohnung, nur um Distanz zwischen sich und Ihren Ex zu bringen.

 

Schmuck bei Scheidung: Wem gehört was?

Geht eine Ehe zu Ende und ein Paar lässt sich scheiden, dann stellt sich schnell die Frage, wem was nach der Scheidung gehört. Neben einer gemeinsamen Immobilie, dem Hausrat oder dem geliebten Haustier streiten sich viele Ex-Eheleute auch über das Eigentum an wertvollem Schmuck. Ketten, Ringe, Ohrringe oder Uhren wurden zum Hochzeitstag oder zu Weihnachten verschenkt und sind nun der Stein des Anstoßes für erbitterte Streitereien.

Wem gehört Schmuck nach der Scheidung – Die Rechtslage

Schenkt ein Ehepartner dem anderen ein Schmuckstück, dann ist der Beschenkte zum Eigentümer der Sache geworden und kann mit ihr verfahren, wie er möchte. Der Eigentümer kann während oder nach der Ehe den Schmuck verschenken oder verkaufen, ohne das Einverständnis des Ehegatten einzuholen. Wurde der Schmuck dem Ehepaar jedoch von einer dritten Person gemeinsam geschenkt oder vererbt, dann gehört er selbstverständlich auch nach der Scheidung beiden Ehepartnern. Derjenige Ehepartner, der das Schmuckstück behalten möchte, muss dem anderen also die Hälfte des finanziellen Wertes auszahlen. Verschenkt einer der Ehepartner ein Erbstück an seinen Gatten, kann er diesen nach der Scheidung nicht mehr zurückfordern, außer eine anderslautende Vereinbarung wurde im Ehevertrag festgehalten.

Regelungen zu Schenkungen im Ehevertrag festhalten

Wer seinen Partner während der Ehe zwar mit schönem Schmuck beschenken möchte, diesen aber im Falle einer Scheidung gerne zurückhaben möchte, der muss mittels eines Ehevertrages vorsorgen. In diesem sollte dann vermerkt werden, dass Schenkungen nur unter Vorbehalt vorgenommen werden. Bei jedem geschenkten Schmuck oder anderen Präsenten muss zusätzlich ein Dokument aufgesetzt werden in dem steht, dass der Schmuck im Falle einer Scheidung wieder an den Schenker zurückgeht. Außerdem müsste dieses Dokument vom Beschenkten unterschrieben werden. Eine nicht nur sehr umständliche, sondern auch unromantische Art und Weise, seinem Ehepartner ein Geschenk zu machen.

Verlobungsring muss zurückgegeben werden

Etwas anders sieht die Sache aus, wenn ein Paar sich schon vor der eigentlichen Hochzeit trennt und anschließend um ein ganz besonderes Schmuckstück streitet: Den Verlobungsring. Nach deutschem Recht kann dieser wieder herausverlangt werden, da die Ehe noch nicht geschlossen wurde und daher noch keine Zugewinngemeinschaft besteht. In der gerichtlichen Praxis besteht die Schwierigkeit dann jedoch darin, zu beweisen, dass tatsächlich eine Verlobung bestand.

Mit dem Ehering wird nach der Scheidung unterschiedlich verfahren

Mit Schmuck, der in emotionaler Hinsicht stark aufgeladen ist, wie dies beim Ehering der Fall ist, wird nach der Scheidung unterschiedlich verfahren. Manch einer gibt den Schmuck an seine Kinder weiter, andere begraben die Eheringe nach der Scheidung symbolträchtig und wieder andere lassen den Ring beim Goldschmied zu einem anderen Schmuck verarbeiten. Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern lediglich ganz unterschiedliche Lösungsansätze.

 

7 Anzeichen, die auf das Ende einer Ehe hindeuten

Das Ende einer Ehe kommt in der Regel nicht plötzlich und unerwartet, sondern ist ein schleichender Prozess. Die Streitigkeiten in der Beziehung werden mehr und intime Momente voller Liebe und Zuneigung dafür weniger. Es gibt darüber hinaus aber noch einige Anzeichen, die auf das Ende einer Ehe hindeuten können.

1. Sie haben sich nichts mehr zu sagen

Sie kommen von einem ereignisreichen Tag nach Hause und verspüren nicht das Bedürfnis, sich mit Ihrem Ehepartner über das Erlebte auszutauschen? Dieses Verhalten stellen Sie an sich oder Ihrem Partner auch nicht nur einmalig, sondern so häufig fest, dass es beinahe schon zum Dauerzustand geworden ist? Dann sollten Sie dieses Anzeichen ernst nehmen und sich die Frage stellen, ob Sie sich eigentlich noch für das Leben Ihres Partners interessieren oder ob Sie nur noch nebeneinander her leben. Trifft letzteres zu, könnte eine Trennung oder Scheidung angezeigt sein.

2. Sie kämpfen nicht mehr um Ihre Beziehung

Schon seit längerer Zeit kriselt es in Ihrer Beziehung und zu Beginn dieser Krise haben Sie und Ihr Partner auch noch versucht, an der Ehe zu arbeiten. Aber seit einer Weile fällt Ihnen auf, dass weder Sie noch Ihr Ehepartner die Kraft oder die Lust haben, Ihre Eheprobleme zu lösen. Ist dies der Fall, kann dies ein Anzeichen für ein sich anbahnendes Ende der Beziehung sein.

3. Sarkasmus und Wut statt konstruktiver Problemlösung

An die Stelle von konstruktiven Streitgesprächen sind sarkastische Kommentare und wütende Wortwechsel getreten? Für konstruktive Problemlösung ist in Ihrer Ehe kein Raum mehr? Dann kann es sehr schwer werden, ohne Hilfe von außen eine Beziehungskrise zu überwinden. Möglicherweise sind die Eheprobleme so weit fortgeschritten, dass eine Scheidung die logische Konsequenz ist.

4. Sie stellen sich ein Leben ohne Ihren Partner vor

Sie erwischen sich immer häufiger dabei, wie Sie sich ein Leben ohne Ihren Ehepartner vorstellen? Sie richten in Ihrer Phantasie bereits Ihre eigene Wohnung ein und malen sich Single Urlaube an Ihren Lieblingsorten aus? In diesem Fall scheint es beinahe so, als hätten Sie sich innerlich mit dem Ende Ihrer Beziehung und einer Scheidung abgefunden. Es wird schwer werden, jetzt noch die Notbremse zu ziehen.

5. Sex und Zärtlichkeiten gibt es schon lange nicht mehr

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass Ihre Ehe am Ende sein könnte, ist das Fehlen von Sex und Zärtlichkeiten in der Beziehung. In diesem Zusammenhang ist nicht bereits eine kurzweilige sexuelle Flaute besorgniserregend, sondern eher eine wochen- bis monatelange Phase ohne Zärtlichkeiten und Sex. Haben Sie noch nicht einmal mehr das Bedürfnis sich an Ihren Partner ran zu kuscheln und empfinden Sie jede Berührung mit Ihm als Zumutung, könnte eine Scheidung zum Thema werden.

6. Sie sind erleichtert, wenn Ihr Partner nicht da ist

Klar, auch in einer Beziehung braucht jeder der Partner mal seinen Freiraum. Doch geht das Bedürfnis nach Zeit alleine so weit, dass Sie beinahe körperliche Erleichterung empfinden, wenn Ihr Ehepartner nicht zu Hause ist, dann kann dies ein Anzeichen für eine bevorstehende Scheidung sein.

7. Sie ignorieren Ihr Bauchgefühl

Wenn Sie eigentlich schon seit einer Weile spüren, dass Ihre Ehe am Ende ist, Sie aber diesbezügliche Anzeichen schon lange ignorieren, sollten Sie verstärkt auf Ihre innere Stimme hören. Denn tief in sich drin werden Sie spüren, ob Sie sich eine Scheidung wünschen oder nicht. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl.

 

Online-Scheidung: Warum es sie gar nicht gibt!

Immer häufiger stößt man mittlerweile bei der Internet Suche nach einem kompetenten Anwalt für die eigene Scheidung auf den Begriff der Online-Scheidung. Anwälte werben für eine schnelle, günstige und unkomplizierte Scheidung, die man zum großen Teil online abwickeln kann. Dadurch soll nicht nur kostbare Zeit, sondern auch Geld gespart werden. Dabei gibt es so etwas wie eine Online-Scheidung gar nicht.

Diese Tatsache lässt das Bewerben solch einer Scheidungsform in wettbewerbsrechtlicher Sicht als bedenklich erscheinen lassen.

Mündlicher Termin für die Scheidung ist ein Muss

Auf die Ehe-Scheidung sind die allgemeinen Vorschriften der Zivilprozessordnung anzuwenden. Dies betrifft auch die Vorschrift, dass eine mündliche Verhandlung im Rahmen eines Scheidungsverfahrens abgehalten werden muss. Der mündlichen Verhandlung wird im Familienrecht eine große Bedeutung beigemessen. Das kann man daran erkennen, dass gemäß § 128 I FamFG das zuständige Familiengericht das persönliche Erscheinen der Beteiligten bei einer Scheidung in jedem Fall anordnen soll. Eine reine Online-Scheidung ist nach deutschem Recht also nicht möglich. Bei der als Online-Scheidung beworbenen Leistung handelt es sich lediglich um ein Angebot, den Großteil der Kommunikation zwischen Anwalt und Mandant online abzuwickeln.

Mögliche Irreführung potenzieller Mandanten

Die Verwendung des Begriffs Online-Scheidung kann für Verbraucher, die auf der Suche nach einem Scheidungsanwalt sind, irreführend sein und dadurch gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sind im Rahmen von Werbung Handlungen als irreführend einzuordnen, die unwahre Angaben enthalten. Bei der Verwendung des Begriffs Online-Scheidung ist anzunehmen, dass der “Durchschnittsverbraucher”, auf dessen Verständnis hier abzustellen ist, davon ausgeht, das Haus für eine derartige Scheidung nicht verlassen zu müssen.

Davon, dass scheidungswillige Eheleute in jedem Fall persönlich vor Gericht erscheinen müssen, hat der “Durchschnittsverbraucher” in der Regel keine Ahnung. Daher kann durch die Verwendung des Begriffs Online-Scheidung von einer Irreführung potenzieller Mandanten ausgegangen werden. Zusätzlich können Werbeversprechen wie “schnell” oder “günstig” den falschen Eindruck verstärken. Bei Verwendung des Begriffs “günstig” ist zudem besondere Vorsicht geboten. Denn auch bei der Werbung für eine Online-Scheidung geht es darum, ein Mandat für ein gerichtliches Verfahren zu erhalten. Hierfür sind die Kosten stets gleich hoch. In diesem Zusammenhang kann also nicht von günstigeren Verfahrenskosten gesprochen werden.

Werbung mit Online-Scheidung verstößt gegen UWG

Da der Verbraucher durch die Verwendung des Begriffs Online-Scheidung den fälschlichen Eindruck erhält, dass eine Scheidung ohne die Anwesenheit des Mandanten über die Bühne gebracht werden kann, liegt ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht vor. Dies gilt vor allem für den Fall, wenn die Scheidung zusätzlich als “günstig” oder “besonders schnell” beworben wird.

 

Diese Fehler sollten Sie bei einer Scheidung vermeiden!

Wollen Eheleute sich scheiden lassen, dann neigen sie aufgrund der neuen und stressigen Situation zu überstürztem Handeln. Wer im Angesicht einer Scheidung Panik bekommt, der macht Fehler, die negative juristische Konsequenzen nach sich ziehen können. Daher sollten Sie die gängigsten Fehler bei und im Vorfeld einer Scheidung kennen, um diese bei Ihrer Trennung zu vermeiden.

Fehler 1: Nichts überstürzen und einen Anwalt aufsuchen

Ist eine Scheidung absehbar, beginnen viele Ehegatten damit, ihr Vermögen zu reduzieren, indem sie Schenkungen an Dritte vornehmen. Doch derartige Schenkungen, vor allen Dingen, wenn sie hohe Vermögenswerte oder sogar Grundstücke bzw. Immobilien betreffen, bleiben von Ihrem Ex-Partner zumeist nicht unbemerkt. Dieser könnte in Folge einen vorgezogenen Zugewinnausgleich bei Gericht beantragen.

Um die Höhe etwaiger Unterhaltszahlungen zu reduzieren, versuchen einige Scheidungswillige eine selbst initiierte Reduzierung ihres Gehalts herbeizuführen. Kommt dieses Vorgehen ans Tageslicht, kann das Gericht bei der Berechnung von Unterhalt fiktiv von dem früheren, höheren Gehalt oder Lohn ausgehen. Dadurch bleibt Ihnen im Ergebnis insgesamt weniger Geld. Machen Sie diesen Fehler also nicht.

Ein weiterer Fehler, den Scheidungswillige immer wieder begehen, ist, den Gang zum Anwalt aus Kostengründen zu meiden.

Dabei können sie sich genau durch diesen Gang viele Fehler und Folgekosten ersparen. Selbst angestellte Unterhaltsberechnungen sind aufgrund mangelnden Fachwissens häufig fehlerhaft.

Fehler 2: Verzichten Sie nicht voreilig auf Unterhalt

Manchmal erklären sich Unterhaltsberechtigte dazu bereit, zugunsten des Unterhaltsverpflichteten auf einen Teil oder in Gänze auf die ihnen zustehenden Unterhaltszahlungen zu verzichten. Solche Zugeständnisse sollten Sie im Vorfeld einer Scheidung nicht voreilig machen. Zumal dem Verzicht auf Trennungsunterhalt in rechtlicher Hinsicht enge Grenzen gesetzt sind bzw. dieser kaum/ nicht möglich ist.

Fehler 3: Verabschieden Sie sich von dem Gedanken einen gemeinsamen Anwalt zu beauftragen

Irrtümlich machen viele Scheidungswillige den Fehler, gemeinsam einen Anwalt beauftragen zu wollen. Denn im Rahmen einer Scheidung ist es dem Anwalt nicht gestattet, die Interessen zweier Parteien zu vertreten. Selbst wenn alles auf eine einvernehmliche Scheidung hindeutet, darf ein Anwalt nur die Interessen “seines” Mandanten wahrnehmen. Möglich ist es allerdings, einen neutralen anwaltlichen Mediator einzuschalten. Dieser wird versuchen, etwaige Streitpunkte einvernehmlich zu klären.

Sind alle Streitpunkte zwischen den Ehegatten ausgeräumt und die Scheidungsfolgen geklärt, ist es jedoch möglich, dass aus Kostengründen nur ein Anwalt den Scheidungsantrag einreicht und die Scheidung abwickelt. Der andere Ehegatte bleibt dann jedoch bei der Scheidung anwaltlich nicht vertreten. Läuft die Scheidung im Ergebnis dann doch nicht ohne Konflikte ab, ist die Beauftragung eines weiteren Anwalts dringend anzuraten.

 

So erkennen Sie eine Ehekrise

Eine Ehekrise ist kein Zustand, der von heute auf morgen eintritt. Vielmehr ist es so, dass Probleme in der Partnerschaft sich langsam einschleichen. Es häufen sich unmerklich immer mehr kleine Probleme an, die schlussendlich zu einer handfesten Ehekrise und im schlimmsten Fall sogar zu einer Scheidung führen. Um die Ehe zu retten, ist es wichtig, Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und rasch gegenzusteuern. Doch woran kann man erkennen, dass die eigene Beziehung in Schieflage gerät?

Welche Anzeichen für eine Ehekrise gibt es?

Es mag zunächst absurd klingen, aber ein Fehlen von Streitgesprächen und dem Austragen von Konflikten kann auf eine sich anbahnende Ehekrise hindeuten. Denn eine gut funktionierende Beziehung zeichnet sich dadurch aus, dass Streitigkeiten ausdiskutiert und konstruktiv gelöst werden. Gleichzeitig können Sie Probleme in der Beziehung aber auch daran erkennen, dass Sie und Ihr Partner sich nur noch streiten, wobei dieser Streit wenig konstruktiv ist und nur aus Beleidigungen oder Vorwürfen besteht.

Wenn gemeinsame Unternehmungen immer seltener werden und Sie gar nicht mehr in die Planungen Ihres Partners mit einbezogen werden, dann sollten Sie zügig handeln. Denn dieses Verhalten zeigt, dass Ihr Gegenüber das Interesse an Ihnen verliert.

Diese Anzeichen deuten auf eine Ehekrise hin

Wenn Sie eine Scheidung verhindern möchten, dann sollten Sie aufmerksam darauf achten, ob sich das Verhalten Ihres Partners Ihnen gegenüber oder Ihr Verhalten gegenüber Ihrem Ehegatten verändert. Sind Sie oder Ihr Partner nur noch mürrisch und genervt? Körperliche Nähe zwischen Ihnen und Ihrem Partner findet kaum oder gar nicht mehr statt und im Bett herrscht Sexflaute? Dann deutet vieles darauf hin, dass Sie sich einer Ehekrise oder sogar einer Scheidung nähern. Wenn Sie sich selbst dabei ertappen, wie Sie von einer Trennung von Ihrem Partner phantasieren, sollten Sie sich ganz ernsthaft fragen, ob Sie Ihren Partner überhaupt noch lieben.

Ehekrise erkennen und gegensteuern

Das Erkennen der Ehekrise ist aber nur der erste Schritt dahin, eine Scheidung zu vermeiden. Nach dem Erkennen der Anzeichen für eine Beziehungskrise sollten Sie zunächst einen passenden Moment abwarten, um mit dem Partner ein ruhiges Gespräch zu führen. Besprechen Sie all die Punkte, die Ihnen auf dem Herzen liegen, aber machen Sie es ruhig und ohne Schuldzuweisungen.

Möchte Ihr Partner auch an Ihren Beziehungsproblemen arbeiten, dann können Sie zusammen eine Paartherapie machen oder sich feste Zeiten in Ihrem Terminplan freihalten, in denen Sie gemeinsame Aktivitäten unternehmen. Solange noch Liebe zwischen Ihnen und Ihrem Partner da ist, lässt sich eine Scheidung vermeiden, wenn beide Partner bereit sind, an ihrer Beziehung zu arbeiten.

 

So sind Sie gut auf den Scheidungstermin vorbereitet

Sie haben Ihren Scheidungstermin erhalten und sind nun unsicher, was Sie vor Gericht erwartet? Sie fürchten sich vor der persönlichen Anhörung und haben Angst davor, vor dem Familiengericht etwas Falsches zu sagen? Mit der richtigen Vorbereitung und dem Wissen darüber, wie eine Scheidung im Detail ausfällt, wird Ihr Scheidungstermin Ihnen keine Angst mehr bereiten.

Wie sieht der Ablauf bei einem Scheidungstermin aus?

Grundsätzlich müssen bei einem Scheidungstermin beide Ehegatten persönlich anwesend sein. Nur in Ausnahmefällen wird von dieser Regelung abgewichen. Nachdem Sie sich im zuvor ausgeschriebenen Saal des Gerichtsgebäudes eingefunden und die Einlasskontrollen bei Gericht passiert haben, wird das Gericht zunächst Ihre Personalien aufnehmen. Legen Sie zu diesem Zweck Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass vor.

Nachdem die Formalien abgearbeitet wurden, wird in der Regel eine zwischen 5 bis 20 Minuten lang andauernde persönliche Anhörung stattfinden. Grundsätzlich wird zumeist derjenige angehört, der den Scheidungsantrag gestellt hat. Im Rahmen dieser Anhörung wird abgefragt, wie lange Sie bereits von Ihrem Partner getrennt leben, ob Sie weiterhin die Scheidung wollen und wie hoch Ihr jeweiliges Einkommen ist. Als Vorbereitung auf den Scheidungstermin können Sie die Beantwortung dieser Fragen im Geiste schon mal durchgehen.

Bedenken Sie bitte, dass Sie vor Gericht die Wahrheit sagen müssen. Dies betrifft insbesondere die Frage danach, ob das Trennungsjahr eingehalten wurde und ob Sie die Ehe für gescheitert erachten. Ist das Trennungsjahr noch nicht vorüber oder verweigert einer der Ehegatten die Scheidung, kann die Verhandlung ausgesetzt werden. Verweigern wird der Richter die Scheidung allerdings dann nicht, wenn Sie und Ihr Partner nachweislich seit drei Jahren getrennt leben. Denn dann wird das Scheitern Ihrer Ehe unwiderlegbar vermutet.

Weitere Anträge können gestellt werden

Solange der Scheidungstermin noch nicht beendet ist, kann jeder der Ehegatten durch seinen Anwalt weitere Anträge stellen lassen. Diese Anträge können beispielsweise den Unterhalt, das Sorgerecht oder den Zugewinnausgleich betreffen. Werden die Anträge länger als zwei Wochen vor dem Scheidungstermin gestellt, werden diese Folgesachen mit der Scheidung verbunden.

Wenn die Frist abläuft, werden diese Folgesachen der Scheidung separat behandelt. Als Vorbereitung auf Ihren Scheidungstermin können Sie gemeinsam mit Ihrem Ex-Partner eine sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung treffen. Dadurch kann Ihre Scheidung wesentlich schneller abgewickelt werden.

Der Scheidungsbeschluss

Der Scheidungstermin endet mit dem Scheidungsbeschluss. Die Ehe wird in Anwesenheit beider Ehegatten geschieden. Wenn Sie oder Ihr Ehegatte ein Rechtsmittel gegen die Scheidung einlegen wollen, beispielsweise, weil eine überraschende Versöhnung stattgefunden hat, dann haben Sie hierfür einen Monat ab Zustellung der Scheidung Zeit.

Als Vorbereitung auf den Scheidungstermin sollten Sie sich auch mit den Kosten beschäftigen, die nach der Scheidung auf Sie zukommen werden.

 

Scheidungskosten – Was kostet eine Scheidung?

Eine Scheidung ist nicht nur in emotionaler, sondern auch in finanzieller Hinsicht ein einschneidendes Erlebnis. Die Gesamtkosten für die Scheidung setzen sich aus mehreren Posten, wie den Anwaltskosten, den Gerichtskosten und weiteren Kostenarten, zusammen. Auch das Einkommen der Eheleute, die Anzahl der Kinder und wie einvernehmlich oder strittig die Trennung abläuft, ist bei der Frage nach den Scheidungskosten von Bedeutung.

Mindestens ein Anwalt muss beauftragt werden

Selbst bei einer einvernehmlichen Scheidung muss mindestens einer der Ehegatten einen Anwalt beauftragen. Denn nur ein zugelassener Anwalt kann einen Scheidungsantrag beim zuständigen Familiengericht einreichen. Wer sich von einem Anwalt vertreten lässt, muss auch für dessen Kosten aufkommen. Doch kann eine Scheidung einvernehmlich abgewickelt werden, dann muss nur einer der Ehegatten einen Anwalt engagieren, wodurch die Gesamtkosten der Scheidung deutlich reduziert werden können. Bei einer strittigen Scheidung oder einem Interessenkonflikt ist solch ein Vorgehen allerdings nicht zu empfehlen. Die Kosten für die Erstberatung bei einem Anwalt liegen bei 226,10 Euro. Für die Erstberatung kommt in der Regel die Rechtsschutzversicherung auf, wenn eine solche vorliegt und ein entsprechender Vertrag abgeschlossen wurde.

Ohne Kostenvorschuss wird das Scheidungsverfahren nicht eingeleitet

Nicht nur der Anwalt, sondern auch das zuständige Gericht wird nicht mit seiner Arbeit beginnen, bevor die Kostenvorschussrechnung beglichen wurde. Erst nach Begleichung der gerichtlichen Kostenvorschussrechnung wird der eingereichte Scheidungsantrag an den anderen Ehegatten übersandt und dann kann das Scheidungsverfahren seinen Lauf nehmen.

Scheidungskosten hängen von Gegenstands- und Verfahrenswerten ab

Die konkret im Scheidungsverfahren anfallenden Gebühren für Gerichte und die beauftragten Anwälte hängen maßgeblich vom jeweils zugrunde liegenden Gegenstands- bzw. Verfahrenswert ab. Der Verfahrenswert ergibt sich aus den Einkommensverhältnissen, sowie den Vermögensverhältnissen der Ehegatten, dem Umfang der gerichtlichen Auseinandersetzung, der Anzahl der Kinder und der Bedeutung der Sache. Regelungen zum Verfahrenswert in Familiensachen finden sich in § 43 FamGKG. Im Falle einer Scheidung wird zur Berechnung des Verfahrens- bzw. Gegenstandswerts das dreifache monatliche Nettoeinkommen beider Ehegatten als Basiswert der Berechnung verwendet. Um sich ein genaueres Bild von den Kosten zu machen, die bei Ihrer Scheidung auf Sie zukommen könnten, können Sie unseren kostenlosen Scheidungskosten-Rechner verwenden.

Jeder weitere Streitpunkt verursacht zusätzliche Kosten

Sollten sich die Ehegatten über einzelne Punkte, wie den Kindes- und Ehegattenunterhalt oder das Sorgerecht, nicht einigen können, zieht sich das Scheidungsverfahren in die Länge und wird naturgemäß teurer. Es empfiehlt sich daher, diese Punkte außergerichtlich in einer sogenannten Scheidungsfolgenvereinbarung zu regeln. Dadurch fallen die Gerichtsgebühren nur auf das eigentliche Scheidungsverfahren an.

 

Keine Herausgabe eines Hundes zwei Jahre nach Scheidung

Bei einer Scheidung werden die gemeinsamen Hausratsgegenstände unter den Eheleuten aufgeteilt. Sind sich die Ehepartner über die Aufteilung nicht einig, wird das Familiengericht eingeschaltet. Doch wie wird entschieden, wenn sich Eheleute nicht über den Couchtisch oder die neue Küche streiten, sondern sich nicht darüber einig werden, wer den gemeinsamen Hund bekommt? In solch einem Fall hatte das OLG Oldenburg zu entscheiden.

Der Sachverhalt

Die Eheleute hatten sich gemeinsam im Juni 2013 einen Hund angeschafft und sich dann Anfang des Jahres 2016 getrennt. Nach der Trennung lebte der Hund zunächst bei dem Ehemann, während die Ehefrau nach Schleswig-Holstein zog. Nach rund zwei Jahren nach der Trennung forderte die Ehefrau von ihrem Ehemann die Herausgabe des Haustieres und zog dafür vor Gericht.

Um die entsprechende Klage bei Gericht durchsetzen zu können, beantragte die Ehefrau Verfahrenskostenhilfe. Doch da das Gericht das Bestreben der Ehefrau nicht als erfolgsversprechend ansah, lehnte sie den Antrag auf Verfahrenskostenhilfe ab.

Die Entscheidung des Gerichts

Die Klage auf Herausgabe des Hundes nach der Scheidung hat nach Ansicht des Gerichts keine Aussicht auf Erfolg. Zwar fällt ein Hund grundsätzlich unter die Kategorie “Hausrat“, doch kann bei dessen Zuteilung zu einem der Eheleute nach der Scheidung nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich bei einem Hund um ein Lebewesen handelt. Die gesetzgeberischen Regelungen zum allgemeinen Tierschutz müssen daher beachtet werden.

Da der Hund die letzten 2 Jahre bei dem Ehemann verbracht hat, ist er zu dessen Hauptbezugsperson geworden. Es erschien dem Gericht daher nicht mit dem Wohle des Tieres vereinbar, das Tier nach dieser Zeit an die Ehefrau herauszugeben. Zudem konnte das Gericht nicht erkennen, dass der Ehemann den Hund in irgendeiner Art und Weise mangelhaft versorge.

Es spielt keine Rolle, wer sich während der Ehe besonders um den Hund gekümmert hat

Die Frage danach, wer sich während der Ehe besonders um den Hund gekümmert hat, spielt für das Gericht nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist allein, dass der Hund seiner aktuellen Bezugsperson zwei Jahre nach der Scheidung nicht entrissen werden soll, da das dem Tierwohl widerspreche. Daher gab das Oldenburger Gericht dem Ansinnen der Frau nicht statt und entschied, dass eine Herausgabe des Hundes zwei Jahre nach der Scheidung keine Aussicht auf Erfolg habe.

 

Auf diese Dinge sollten Sie bei einer Scheidung achten!

Eine Scheidung ist nicht nur in emotionaler Hinsicht ein einschneidendes Erlebnis im Leben eines Paares, sondern ändert auch den Alltag der Eheleute radikal. Doch auf welche Änderungen sollte man sich während Trennungsjahr und Scheidung gefasst machen und was sollte man während dieser Zeit alles beachten? Ein kleiner Ratgeber soll Aufschluss über diese und weitere Fragen geben.

Ratgeber Scheidung – Vor der Scheidung steht das Trennungsjahr

Bevor eine Ehe geschieden werden kann, muss das Paar mindestens für ein Jahr getrennt von “Tisch und Bett” leben. Das bedeutet, dass während dieser Zeit keine gemeinsame Lebensgemeinschaft bestehen darf. Die Trennung muss nach außen hin sichtbar sein. Eindeutig sichtbar wird die Trennung natürlich, sobald einer der Eheleute aus der ehelichen Wohnung auszieht, doch schon vor diesem Auszug kann das Trennungsjahr beginnen. Wenn die Eheleute getrennt voneinander schlafen und keine Versorgungsleistungen (wie z.B. kochen, waschen, einkaufen) füreinander übernehmen, reicht dies als äußere Manifestation der Trennung grundsätzlich aus. Um sich auch rückblickend über den Zeitpunkt des Beginn des Trennungsjahres einig zu sein, sollten Sie das genaue Datum der Trennung schriftlich festhalten.

Ratgeber Scheidung – Was passiert mit Wohnung und Mietvertrag?

Zieht einer der Ehepartner aus der gemeinsamen Wohnung aus, dann stellt sich die Frage nach den rechtlichen Konsequenzen dieser Handlung. Stehen beide Eheleute im Mietvertrag, muss mit dem Vermieter abgeklärt werden, ob der Ausziehende aus dem Vertrag entlassen werden kann. Ansonsten muss gemeinsam gekündigt werden. Gehört die Immobilie oder die Wohnung nur einem der Ehegatten, dann stellt sich einerseits die Frage, wer auszieht und andererseits gibt es etwas anderes zu bedenken. Denn verkaufen darf der Eigentümer das Haus oder die Wohnung während des Trennungsjahres nicht einfach ohne die Zustimmung des anderen Ehegatten, wenn die Voraussetzungen des sogenannten „Verfügungsverbotes“ bzw. der „Verfügungsbeschränkung“ gemäß § 1365 BGB vorliegen.

Können sich die Ehegatten nicht darüber einigen, wer aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen soll, dann muss ein Gericht entscheiden.

Ratgeber Scheidung – Gemeinsame Regelungen die Kinder betreffend treffen

Damit die Kinder nicht unnötig unter der Trennung leiden, sollten Sie als Eltern versuchen, gemeinsam Regelungen zu Betreuung und Umgang zu finden. Sehen Sie sich dazu nicht in der Lage, können Sie die Hilfe einer Beratungsstelle oder des Jugendamtes in Anspruch nehmen oder die Frage von einem Familiengericht klären lassen.

Ratgeber Scheidung – Konten trennen und Unterlagen sichten

Bereits unmittelbar nach der Trennung sollten Ehepartner ihre Konten und ihre Buchführung voneinander trennen. Den Ehegatten steht jeweils ein Informationsrecht darüber zu, wie hoch das Vermögen des jeweils anderen ist. In diesem Rahmen stehen dem Ehegatten Kopien über Kredit- oder Versicherungsunterlagen zu. Bestehen noch gemeinsame Versicherungen, sollten diese möglichst schleunigst gekündigt werden.

Ratgeber Scheidung – Gemeinsame steuerliche Veranlagung im Trennungsjahr

Bei einem Ratgeber Scheidung darf auch das Thema Steuer nicht fehlen. Im Jahr der Trennung ist es den Eheleuten gestattet, sofern sie dies wollen, sich steuerlich gemeinsam veranlagen zu lassen. Spätestens zu Beginn des Folgejahres nach der Trennung müssen die Eheleute die geänderten Steuerklassen haben. Dies gilt erst Recht bei Beantragung der Scheidung. Beispiel: Hat man sich im Jahre 2018 getrennt, muss man ab Januar 2019 nach der neuen Steuerklasse abgerechnet werden.

Ratgeber Scheidung – Einreichung des Scheidungsantrags nur per Anwalt

Damit eine Ehe vor Gericht geschieden werden kann, muss der Scheidungsantrag in Deutschland von einem zugelassenen Rechtsanwalt bzw. Fachanwalt bei Gericht eingereicht werden. Es muss aber nicht bis zum vollständigen Ablauf des Trennungsjahres damit gewartet werden, den Scheidungsantrag einzureichen, da es einige Monate dauern kann, bis ein Scheidungstermin festgesetzt wird.