Ihr Rechtsanwalt für Umgangsrecht in Köln


Eine Trennung oder Scheidung der Eltern führt dazu, dass sich auch die Lebenssituation der Kinder verändert. Oft müssen Kinder ihre gewohnte Umgebung verlassen. Durch einen Umzug werden sie nicht nur von einem Elternteil, sondern manchmal auch von Freunden und Verwandten getrennt. Das Umgangsrecht dient dazu, auch nach der Trennung eines Paares dem Kind die Gelegenheit zu bieten, eine Beziehung zu beiden Elternteilen aufrecht zu erhalten.

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Umgangsrecht: Kinder brauchen Zuwendung beider Eltern

Das Umgangsrecht ermöglicht, dass die Bindungen und der Kontakt zu dem räumlich getrennten Elternteil und zu nahestehenden Personen auch nach der Trennung oder Scheidung der Eltern erhalten bleiben.

Es handelt sich sowohl um ein Recht des Kindes, aber gleichzeitig auch um ein Recht und eine Pflicht der Eltern. Kinder sollen grundsätzlich durch die Trennung der Eltern ihr soziales Umfeld nicht verlieren. Generell ist davon auszugehen, dass ein Umgang mit beiden Elternteilen zum Kindeswohl positiv beiträgt und von Vorteil für die Entwicklung des Kindes ist.

Durch den Umgang soll es beiden Eltern ermöglicht werden, an der Erziehung sowie an der Versorgung des Kindes teilhaben zu können und somit einen jeweiligen Beitrag zum Kindeswohl leisten zu können. Hierbei soll natürlich in erster Linie vermieden werden, dass das Kind sich von demjenigen Elternteil entfremdet, bei dem das Kind nicht lebt. Ganz im Gegenteil soll das Kind auch im Besonderen einen Einblick in die Lebensverhältnisse dieses Elternteils bekommen und an dessen Leben aktiv teilnehmen.

Das Umgangsrecht steht nicht nur dem räumlich getrennten Elternteil zu. Auch Großeltern, Geschwister und nahestehende Bezugspersonen haben generell das Recht, das Kind persönlich zu treffen oder schriftlich und telefonisch mit dem Kind Kontakt zu halten, wenn dies dem Kindeswohl entspricht.

Wer über das Umgangsrecht entscheidet

Im besten Fall ist es Ihnen und Ihrem Ex-Partner selbst überlassen, gemeinsam eine Regelung bezüglich des Umgangs mit dem Kind festzulegen. Leider passiert es jedoch häufig, dass Eltern bei der Umgangsgestaltung keinen Konsens erreichen. Dieser Umstand ist oft gegeben, wenn sich die Eltern etwa im Bösen getrennt haben und nicht in der Lage sind, ihre Streitigkeiten zum Wohle des Kindes beizulegen.

Doch nach geltender Gesetzeslage hat in Deutschland jedes Kind ein einklagbares Recht auf Umgang mit beiden Eltern. Wird Ihnen der regelmäßige Umgang mit Ihrem Kind verweigert, so können sie Ihr Umgangsrecht gerichtlich geltend machen.

Wie oft darf ich mein Kind sehen?

Grundsätzlich können Sie als Eltern frei bestimmen, wie häufig sich ein Kind bei Ihnen oder dem anderen Elternteil aufhalten soll. Die Häufigkeit, Dauer oder Zeitangabe ist hierbei nicht pauschal festgelegt. Laut Gesetz existieren weder Empfehlungen zum Umgangsumfang noch Einschränkungen bezüglich der Gestaltung.

Im Mittelpunkt steht im Umgangsrecht immer das Kindeswohl. Insofern gilt es auch für Sie, im Falle einer Trennung oder Scheidung eine optimale Umgangsregelung zu finden. Hierbei sollte der Umgang immer individuell auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten sowohl des Kindes als auch seiner Eltern angepasst werden.

Generell gelten bei Kleinkindern kürzere Abstände zwischen den Besuchszeiten als sinnvoll, da jüngere Kinder meist mehr Zeit benötigen, um eine Beziehung zu einer Bezugsperson aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten. Bei Schulkindern hingegen, kann ein Umgang an jedem zweiten Wochenende sowie während einem Teil der Schulferien sinnvoll sein. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit der hälftigen Aufteilung der Betreuung, dem sog. Wechselmodell. Wie oben bereits angesprochen, ist auch hier immer der Einzelfall maßgeblich. Von dem oben Gesagten kann selbstverständlich abgewichen werden.

Verweigerung des Umgangsrechts

Nur in wenigen Fällen kann einem der Elternteile das Umgangsrecht mit dem gemeinsamen Kind gerichtlich komplett untersagt werden. Dies ist nur dann der Fall, wenn der jeweilige Umgang das Kindeswohl gefährden könnte. Ähnlich wie beim Sorgerecht zählen hierzu beispielsweise Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Verletzung der Aufsichtspflicht, psychische oder ansteckende Krankheiten, Kindesmisshandlung oder die Gefahr einer Kindesentführung.

Wie Ihnen ein Fachanwalt beim Umgangsrecht helfen kann

Wenn es um die persönliche Bindung zu Kindern geht, ist im Falle einer Trennung oder Scheidung besonderes Feingefühl sowie juristisches Fachwissen gefragt. Insofern sollten Sie sich bzgl. des Umgangsrechts an einen Fachanwalt für Familienrecht wenden.

Als Fachanwalt für Familienrecht erarbeitet Giuseppe M. Landucci mit Ihnen gemeinsam einen verbindlichen Besuchsplan zwischen Kind und nicht betreuendem Elternteil aus, der dem Kindeswohl bestmöglich entspricht. Zum Wohl des Kindes bzw. der Kinder ist ein regelmäßiger Umgang mit dem Kind erforderlich, damit eine Entfremdung verhindert werden kann, wenn keine Punkte ersichtlich sind, die einen Umgangsausschluss rechtfertigen könnten.

Sollte eine Einigung allerdings auch mit Unterstützung des Jugendamtes nicht möglich sein, begleitet Sie Rechtsanwalt Landucci auch durch das Umgangsverfahren vor dem Familiengericht. Bei Verstößen gegen gerichtliche Umgangsvereinbarungen berät Rechtsanwalt Landucci Sie über die möglichen Maßnahmen, die ergriffen werden können.

Rechtsanwalt & Fachanwalt für Umgangsrecht Köln
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Kurz gesagt


Wir helfen Ihnen:

  • Umgangsrecht allgemein
  • Umgangsverfahren
  • Besuchsplanung
  • außergerichtliche Regelung

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