Ihr Rechtsanwalt für Unterhalt in Köln


Mit der Scheidung gehen beide Partner eigene Wege – auch finanziell. Sollte es bei Ihnen zur Trennung oder Scheidung kommen, stellt sich deshalb auch für Sie die Frage, ob und wie viel Unterhalt für die Kinder und/ oder den Ehegatten oder Lebenspartner zu zahlen ist bzw. Ihnen zusteht. Hierfür gibt es im Familienrecht insbesondere den Ehegattenunterhalt (Trennungsunterhalt & Nachehelicher Unterhalt) sowie den Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt.

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Wann bekommt der Ex-Partner Trennungsunterhalt?

Ein Partner, der während des ehelichen Zusammenlebens und auch danach mehr verdient hat als der andere, ist ab dem Beginn des Getrenntlebens bis zur rechtmäßigen Scheidung gesetzlich zur Zahlung eines sogenannten Trennungsunterhalts an den wirtschaftlich schwächeren Partner verpflichtet. Laut Gesetz soll durch diesen Trennungsunterhalt u.a. sichergestellt werden, dass beide Ehepartner im ersten Trennungsjahr und auch danach den gewohnten Lebensstandard halten können.

Sollten keine anderweitigen Regelungen bzgl. des Trennungsunterhalts im Ehevertrag oder einer Trennungs- und Scheidungsfolgevereinbarung definiert sein, kann man grob zur Berechnung des Trennungsunterhalts von dem bereinigten Einkommen des besser verdienenden Ehepartners das bereinigte Einkommen des schlechter verdienenden Ehepartners abziehen. Der Trennungsunterhalt beläuft sich dann auf 3/7 der Differenz zwischen den beiden Nettoeinkommen. Darauf hinzuweisen ist, dass ehevertraglich auf den Trennungsunterhaltsanspruch nicht verzichtet werden kann.

Nachehelicher Unterhalt auch nach der Scheidung

Neben dem Trennungsunterhalt gibt es beim Ehegattenunterhalt den sogenannten Nachehelichen Unterhalt, der häufig auch als Geschiedenenunterhalt oder Scheidungsunterhalt bezeichnet wird. Anders als beim Trennungsunterhalt kommt dieser, wenn überhaupt, erst nach der rechtskräftigen Scheidung zum Einsatz. Generell obliegt es jedoch sowohl Ihnen als auch Ihrem Ex-Partner, sich seinen Unterhalt selbst zu verdienen.

Dennoch gibt es Fälle, bei denen es nicht jedem Geschiedenen möglich oder zumutbar ist, nach der Scheidung für sich selbst zu sorgen. Der Nacheheliche Unterhalt kommt nur dann in Frage, sollte der Ex-Partner bedürftig bzw. auf die Unterstützung angewiesen sein. Da hierbei jeder Fall individuell zu betrachten ist, existieren pauschal keine Daten bzgl. Höhe und Dauer des Nachehelichen Unterhalts.

Kindesunterhalt zur Unterstützung des Kindes

Jedes Kind hat grundsätzlich Anspruch auf Unterhalt durch seine Eltern. Dies galt auch schon vor Ihrer Trennung oder Scheidung, jedoch wird es da meist als selbstverständlich gesehen. Trennen sich nun die Eltern, erhält generell derjenige, der die Kinder betreut, von dem anderen Elternteil Kindesunterhalt in Form von Barzahlungen. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt und wohnt, erfüllt hierbei meist seine Unterhaltspflichten durch die Betreuung, Pflege, Obdach und Verpflegung des Kindes. Betreuung (Naturalunterhalt) und Barunterhalt gelten hierbei als gleichwertig.

Als Grundlage der Berechnung des Kindesunterhalts dient die Düsseldorfer Tabelle. Wie viel Kindesunterhalt zu zahlen ist, hängt hierbei vom Einkommen und Alter des Kindes ab. Um den Unterhalt zu berechnen, ist zunächst das um die unterhaltsrelevanten Abzüge bereinigte durchschnittliche Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen zu ermitteln. Bei der dem Nettoeinkommen entsprechenden Einkommensstufe und der dem Alter des Kindes entsprechenden Altersstufe kann die Höhe des Kindesunterhalts auf der Düsseldorfer Tabelle abgelesen werden.

Kindesunterhalt bei Eintritt der Volljährigkeit

Da das volljährige Kind grundsätzlich für sich selbst verantwortlich ist und keiner Betreuung mehr bedarf, setzt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres die Barunterhaltspflicht beider Elternteile ein, sofern es sich noch in der Schulausbildung, Berufsausbildung oder im Studium befindet. Denn laut Gesetz schulden Eltern ihren Kindern auch eine angemessene Ausbildung. In allen anderen Fällen müssen die volljährigen Kinder für ihren Unterhalt jedoch grundsätzlich selbst sorgen, wobei es auch hier Ausnahmefälle gibt.

Betreuungsunterhalt zusätzlich zum Kindesunterhalt

Bis zum dritten Geburtstag des Kindes steht dem betreuenden Elternteil zudem ein zusätzlicher Anspruch auf den sogenannten Betreuungsunterhalt zu. Während dieser Zeit, kann von ihr/ ihm nicht verlangt werden, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der Betreuungsunterhalt dient somit der Sicherstellung, dass genügend Mittel zur Pflege und Erziehung des Kindes vorhanden sind.

Der Anspruch auf Betreuungsunterhalt endet allerdings nicht automatisch mit dem dritten Geburtstag des Kindes. Vielmehr gilt es anschließend zu prüfen, ob der Anspruch aus Gründen des konkreten Einzelfalls zu verlängern ist.

Klärung von Unterhaltsfragen durch einen Fachanwalt

Da es sich beim Unterhalt um einen sehr komplexen Teil des Familienrechts handelt, empfiehlt es sich, bei jeglichen Unterhaltsfragen einen Fachanwalt für Familienrecht auszusuchen.

Als Fachanwalt für Familienrecht hat sich Giuseppe M. Landucci u.a. auf das Thema Unterhalt spezialisiert und erläutert Ihnen gerne die gesetzlichen Voraussetzungen der unterschiedlichen Unterhaltsansprüche für minderjährige und volljährige Kinder sowie für Ehepartner und Partner innerhalb einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

Sollte Ihnen zudem ein Anspruch auf Trennungsunterhalt, Nachehelichen Unterhalt, Kindesunterhalt oder Betreuungsunterhalt zustehen, berechnet Ihnen Rechtsanwalt Landucci

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Kurz gesagt


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