Beiträge

Trennung und Trennungsjahr zu Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie setzt den Menschen derzeit in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu. All die persönlichen und wirtschaftlichen Veränderungen führen dazu, dass Ehen stärker belastet werden als normalerweise. Studien zufolge, könnte die Scheidungsrate sich aufgrund der besonderen Umstände der Corona-Krise deutlich erhöhen. Doch was gilt es im Hinblick auf eine Trennung und Scheidung in Zeiten von Covid19 alles zu bedenken?

Wie organisiert man das Trennungsjahr zu Corona-Zeiten?

Bei einer Trennung von Ehepartnern und dem darauffolgenden Beginn des Trennungsjahres, setzen die meisten Eheleute auf eine räumliche Trennung. Denn um die Scheidungsvoraussetzung des Trennungsjahres umzusetzen, müssen die Ehegatten eine Trennung von „Tisch und Bett“ vollziehen. Zieht einer der Ehegatten aus der ehelichen Wohnung aus, dann ist für jede dritte Partei die Separation der Eheleute klar ersichtlich.

Die Pandemie erschwert den Umzug in eine neue Wohnung jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen. Zum einen ist die wirtschaftliche Situation vieler Paare durch Corona schwieriger geworden und zum anderen wirkt sich die Pandemie auch auf den Wohnungsmarkt aus. Auch ein Umzug zu Verwandten und Freunden ist derzeit nicht mehr so leicht möglich.

Daher wird das Trennungsjahr wohl zukünftig vermehrt in der gleichen Wohnung vollzogen werden müssen. Wichtig ist dabei, dass die Ex-Partner in getrennten Räumen schlafen und im Alltag keine Versorgungsleistungen füreinander vornehmen. Gemeinschaftliche Räume wie Küche und Bad sollten in Absprache miteinander abwechselnd genutzt werden. Dies erfordert einiges an Disziplin im Trennungsjahr, ist aber dennoch in Kooperation miteinander möglich.

Verzögerte Scheidungsverfahren sind aufgrund von Corona möglich

Wurde das Trennungsjahr über die Bühne gebracht und sind sich die Ehegatten im Grundsatz über die Scheidung und deren Folgen einig, kann eine sogenannte einvernehmliche Scheidung angestrebt werden. Da jedoch auch die Justiz von Lockdowns und den nun geltenden strengeren Hygieneauflagen betroffen ist, kann auch hier mit Verzögerungen hinsichtlich der Bearbeitung des Scheidungsantrags bzw. des Scheidungstermins gerechnet werden.

Zugewinnausgleich kann komplizierter werden

Die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen, die sich für viele Familien und Firmen aus der Corona-Krise ergeben haben, können auch in den Zugewinnausgleich hineinspielen. Bedingt durch das strenge Stichtagprinzips des Zugewinnausgleichs können die finanziellen Einbußen einer oder beider Ehegatten noch zu einigen rechtlichen Schwierigkeiten führen.
Auch die Themen Unterhalt und Umgangsrecht können durch die Besonderheiten der Corona-Pandemie beeinflusst werden.

Anwaltliche Beratung wichtiger denn je

Die Trennung sowie die Scheidung zu Corona-Zeiten kann eine echte Herausforderung darstellen. Umso wichtig ist es, sich frühzeitig über die Hürden und Besonderheiten solch einer Trennung von einem erfahrenen Rechtsanwalt bzw. Fachanwalt für Familienrecht zum Thema Trennungsjahr, Unterhalt und Zugewinnausgleich beraten zu lassen.

Die wichtigsten Infos zum Trennungsjahr und Trennungsunterhalt

Wird in einer Ehe die Scheidung eingereicht, so sind viele Dinge zu beachten. Eine Voraussetzung für den Scheidungsantrag ist unter anderem das Trennungsjahr, bei dem einige Dinge zu beachten sind. Außerdem erfahren Sie hier, welche finanzielle Auswirkung eine Trennung haben kann, besonders was den Trennungsunterhalt betrifft.

Was ist das Trennungsjahr?

Die Scheidung des Ehepartners ist immer ein großer Schritt. Dadurch, dass die Ehe eine Institution ist, die auf Dauer angelegt ist, kann sie nicht einfach schlagartig beendet werden.

In dem sogenannten Trennungsjahr sollen sich die Ehepartner darüber bewusst werden, ob sich die Ehe wiederherstellen lässt oder ob sie endgültig gescheitert ist. Das Trennungsjahr ist nach § 1566 BGB die rechtliche Voraussetzung dafür, dass die Scheidung vollzogen wird.

Das ist im Trennungsjahr zu beachten

Das Trennungsjahr beginnt, wenn einer der Eheleute dem anderen den Trennungswunsch mitteilt. Dabei ist es ratsam, das Datum der Trennung schriftlich festzuhalten, um spätere Unklarheiten vor Gericht zu vermeiden. Dies ist wichtig, um zu beweisen, dass das Trennungsjahr abgelaufen ist.

Weiterhin ist zu beachten, dass das Trennungsjahr zwar die rechtliche Auflösung der häuslichen Gemeinschaft ist, eine häusliche Trennung jedoch nicht notwendig ist. Allerdings muss auch bei weiterem Zusammenleben die Trennung klar vollzogen werden. Es muss für die Eheleute eigene Bereiche innerhalb der Wohnung geben, außerdem muss getrennt gewirtschaftet werden und es darf sich nicht mehr gegenseitig versorgt werden. Von nun an ist jeder für sich selbst verantwortlich.

Wann ist ein Trennungsjahr entbehrlich?

Das Trennungsjahr ist grundsätzlich eine absolute Voraussetzung für den Scheidungsantrag. Nur in sehr wenigen Fällen kann es dazu kommen, dass auf das Trennungsjahr verzichtet werden kann. Dabei handelt es sich um sogenannte Härtefallentscheidungen. Mögliche Gründe, für die Annahme eines solchen Härtefalls, wäre die Gewalttätigkeit eines Ehepartners, Drogen- oder Alkoholsucht eines Ehepartners oder auch die Familiengründung mit einem neuen Partner. Ging ein Partner fremd oder gilt er als übertrieben eifersüchtig, so reicht dies oft nicht für den Verzicht auf ein Trennungsjahr aus.

Finanzielle Auswirkungen der Trennung

Es ist sinnvoll, sich nach Beginn des Trennungsjahrs einen Überblick über Ihr Vermögen, sowie über Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Dabei kann auch ermittelt werden, ob einem Ehepartner im oder nach dem Trennungsjahr ein Anspruch auf Trennungsunterhalt zusteht. Das kann bei dem Ehepartner der Fall sein, der wirtschaftlich schlechter gestellt ist. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dieser nicht automatisch umgesetzt wird, sondern dieser vor Gericht beantragt werden muss, wenn außergerichtlich keine Lösung herbeigeführt werden kann. Außerdem muss der Ehepartner auch tatsächlich leistungsfähig sein, um den bedürftigen Ehepartner finanziell unterstützen zu können.

Wie berechne ich meinen Trennungsunterhalt?

Arbeitet der bedürftige Ehepartner nicht, so erhält er in der Regel einen Trennungsunterhalt in Höhe von drei Siebteln des bereinigten Nettoeinkommens des unterhaltspflichtigen Ehepartners. Arbeiten dagegen beide Ehepartner, so erhält der bedürftige Ehepartner einen Trennungsunterhalt in Höhe von drei Siebteln aus der Differenz beider bereinigter Einkommen. Es kann jedoch dazu kommen, dass sich der Unterhaltspflichtige weigert, seine Einkommensverhältnisse zu offenbaren. In solchen Fällen ist es sinnvoll einen Anwalt zu konsultieren, da in vielen Fällen ein gerichtliches Verfahren erforderlich ist.

Wichtige Infos zu Trennung und Trennungsjahr

Sie und Ihr Ehepartner haben sich dazu entschlossen, sich scheiden zu lassen und durchleben jetzt das sogenannte Trennungsjahr. Das Trennungsjahr ist zumeist die Voraussetzung dafür, dass eine rechtlich wirksame Scheidung durchgeführt werden kann. Doch was genau versteht man eigentlich unter einem Trennungsjahr und was gibt es in dieser Zeit zu beachten?

Was ist das Trennungsjahr und welchem Zweck dient es?

Steht eine Scheidung im Raum, werden die scheidungswilligen Eheleute zumeist, jeder für sich, einen Rechtsanwalt aufsuchen und sich darüber informieren lassen, was jetzt auf sie zukommt. Der Rechtsanwalt wird diese dann darüber in Kenntnis setzen, dass vor der Scheidung das sogenannte Trennungsjahr eingehalten werden muss, als Voraussetzung dafür, die Scheidung überhaupt einreichen zu können.

Das Trennungsjahr dient dem Zweck, herauszufinden, ob sich das Paar tatsächlich endgültig voneinander trennen möchte oder ob eine Versöhnung noch möglich ist. Ist das Jahr der Trennung abgelaufen und äußern beide Eheleute einen Scheidungswillen, wird das Scheitern der Ehe unwiderlegbar vermutet. Voraussetzung dafür, dass es sich bei der Trennungsphase auch tatsächlich um ein Trennungsjahr handelt, dass also keine häusliche oder wirtschaftliche Gemeinschaft mehr zwischen den Eheleuten besteht.

Ab wann beginnt das Trennungsjahr?

Neben der Tatsache, dass zumindest ein Partner dem anderen mitteilen muss, dass er sich trennen möchte, richtet sich der Beginn des Trennungsjahres danach, wann die eheliche Lebensgemeinschaft aufgegeben und keine gegenseitigen Versorgungsleistungen mehr vorgenommen werden. Ideal ist es, wenn einer der Eheleute aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, doch auch ein Getrenntleben in der gemeinsamen Wohnung ist möglich. Ist dies der Fall, muss jedoch eine Trennung von Bett und Tisch stattfinden und die Räume der Wohnung müssen unter dem Ex-Paar aufgeteilt werden. Küche und Bad dürfen selbstverständlich von beiden Ehegatten genutzt werden, allerdings sollten die Partner nicht regelmäßig füreinander kochen oder einkaufen. Gemeinsam eingenommene Mahlzeiten sind im Hinblick auf gemeinsame Kinder tolerierbar.

Was ist der sogenannte Trennungsunterhalt?

Ihr Rechtsanwalt wird Sie im Rahmen seiner Beratung sicherlich auch über das Thema Trennungsunterhalt aufklären. Ist einer der Ehepartner bedürftig und ist der besserverdienende Ehegatte leistungsfähig, kann der finanziell schlechter gestellte Ehepartner während des Trennungsjahres (und auch danach) vom anderen Trennungsunterhalt verlangen. Der Trennungsunterhalt hat den Zweck, den bisherigen Status der Ehegatten auch während des Trennungsjahres aufrecht zu erhalten.

Was passiert nach Ende des Trennungsjahres?

Sind sich die Eheleute über die Scheidungsmodalitäten einig, kann ein Rechtsanwalt bereits rund vier Wochen vor Trennungsjahr Ablauf den Scheidungsantrag beim zuständigen Familiengericht einreichen. Stimmt jedoch nur einer der Eheleute der Scheidung zu, verlängert sich die Trennungszeit entweder auf maximal auf drei Jahre oder der scheidungswillige Ehepartner muss vor Gericht glaubhaft das Scheitern der Ehe darlegen. Ihr Rechtsanwalt kann Sie bei solch einem strittigen Scheidungsverfahren ausführlich beraten und unterstützen.

 

Trennungsjahr: Erst Trennung, dann Scheidung!

Wer sich von seinem Ehepartner scheiden lassen möchte, der muss zunächst einmal das sogenannte Trennungsjahr einhalten, eine Zeitspanne, in der er getrennt von „Tisch und Bett“ des Ehegatten leben muss. Doch was genau gilt es im Hinblick auf das Trennungsjahr zu beachten und welchen Zweck verfolgt diese Scheidungsvoraussetzung?

Was ist der Zweck der Trennungsjahr Regelung?

Das Getrenntleben hat den Zweck, dass das scheidungswillige Paar während dieser Zeit herausfinden soll, ob sie ihre Lebensgemeinschaft endgültig beenden oder ihre Ehe doch noch fortsetzen möchte. Da es sich bei der Scheidung um eine in persönlicher und rechtlicher Hinsicht folgenschwere Entscheidung handelt, soll Ehepaaren durch das Trennungsjahr die nötige Bedenkzeit eingeräumt werden. Um das Scheitern der Ehe bejahen und damit eine wirksame Scheidung durchführen zu können, ist das Trennungsjahr nahezu unabdingbar. Das Trennungsjahr ist zudem eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass ein Scheidungsantrag eingereicht werden kann.

Wie muss die Trennung vor der Scheidung im Alltag umgesetzt werden?

Damit die Voraussetzungen für eine Scheidung tatsächlich gegeben sind, muss im Hinblick auf das Trennungsjahr einiges beachtet werden. So darf während der Trennung keine häusliche oder wirtschaftliche Gemeinschaft zwischen den Ehegatten mehr bestehen. Das bedeutet, dass all die Dinge, die bislang den gemeinsamen Lebensalltag ausgemacht haben, getrennt voneinander organisiert werden müssen.

Die Ehefrau sollte beispielsweise nicht mehr für den Ehemann die Wäsche waschen und der Ehemann nicht mehr regelmäßig die Mahlzeiten für seine Noch-Ehefrau zubereiten. Da besagte Trennung von „Tisch und Bett“ sich auch nach außen hin manifestieren sollte, ist der Auszug einer der Ehegatten aus der ehelichen Wohnung ideal. Doch auch wenn zwei getrennte Wohnungen während der ersten Phase der Trennung oder der gesamten Trennungszeit nicht möglich sind, können die Voraussetzungen für die Auflösung der häuslichen und wirtschaftlichen Gemeinschaft gegeben sein.

Scheidung trotz gemeinsamer Wohnung während des Trennungsjahres

Damit das Scheitern der Ehe als Voraussetzung für die Scheidung auch beim Getrenntleben eines Ehepaares innerhalb der gleichen Wohnung bejaht werden kann, sollten die Zimmer der Wohnung unter den Eheleuten aufgeteilt werden.

Jeder der Eheleute sollte im Trennungsjahr in einem eigenen Raum schlafen, während die Nutzung der Gemeinschaftsräume, wie Küche und Bad, als räumliches Nebeneinander ausgestaltet werden kann. Die Nutzung sollte aber nicht den Charakter einer gemeinsamen Lebensführung haben. Tabu ist also ein „Mitversorgen“ des Ex-Partners, also für ihn einkaufen zu gehen oder regelmäßig für ihn zu kochen. Gelegentliches gemeinsames Einnehmen der Mahlzeiten zugunsten gemeinsamer Kinder, schadet jedoch nicht.

Kann eine Scheidung auch ohne Trennungsjahr vollzogen werden?

Eine Scheidung ohne Trennungsjahr ist nur in Ausnahmefällen möglich und zwar dann, wenn ein sogenannter Härtefall vorliegt. Um solch eine „schnellere“ Scheidung durchzuführen, müssen Gründe in der Person des Ehegatten vorliegen, die eine Fortsetzung der Ehe für den anderen unzumutbar erscheinen lassen. Typische Anwendungsfelder dieser Härtefallregelung sind sexueller Missbrauch, körperliche Misshandlungen oder eine schwere Alkoholerkrankung des Partners. Eine Scheidung ohne Trennungsjahr wird in der Praxis aber nur selten praktiziert.

 

Rechtsanwaltskanzlei Landucci vom Scheidungsportal „Scheidung.org“ empfohlen

Zur Freude der Kanzlei Landucci wurde unter dem Link https://www.scheidung.org/koeln/ die Rechtsanwaltskanzlei Landucci als empfehlenswerter Scheidungsanwalt bzw. als empfehlenswerte Kanzlei für Scheidung und Familienrecht in Köln besiegelt.

Hierfür wollen wir uns herzlich bedanken!

Informationen zum Scheidungsportal Scheidung.org:


Auf dem Internetportal Scheidung.org findet man sehr viele Informationen rund um das Thema Scheidung. Es werden insbesondere Themen behandelt, wie:

  • Ablauf und Dauer einer Scheidung
  • Online-Scheidung
  • Einvernehmliche Scheidung
  • Annullierung einer Ehe
  • Trennungsjahr
  • Lebenspartnerschaft
  • Ehevertrag
  • Scheidungsfolgenvereinbarung
  • Scheidungskosten
  • Zugewinnausgleich
  • Versorgungsausgleich
  • Hausrat
  • Sorgerecht
  • und vieles mehr

Zum Unterhalt werden unter anderem folgende Themen genauer behandelt:

  • Kindesunterhalt
  • Trennungsunterhalt
  • Ehegattenunterhalt
weiter zu Scheidung.org

Rechtsanwalt Landucci ist Fachanwalt für Familienrecht und berät und vertritt Mandanten in Köln und Umgebung unter anderem im Rahmen der Trennung und Scheidung.

Bei ausdrücklichem Wunsch kann gerne hauptsächlich per E-Mail oder Telefon kommuniziert werden. Selbstverständlich können Sie aber auch einen Beratungstermin vereinbaren, sollte Ihnen ein persönliches Gespräch lieber sein.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen sehr gerne für alle Fragen zur Verfügung. Wir weisen darauf hin, dass keine Rechtsanwaltskosten entstehen, wenn sie unsere Kanzlei kontaktieren.

Die hiesigen Texte sind allesamt überprüft worden, können jedoch keine Rechtsberatung ersetzen, da sie nicht jeden konkreten Einzelfall darstellen können. Es wird keine Garantie und keine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der gemachten Angaben übernommen.