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Diese Fehler sollten Sie bei einer Scheidung vermeiden!

Wollen Eheleute sich scheiden lassen, dann neigen sie aufgrund der neuen und stressigen Situation zu überstürztem Handeln. Wer im Angesicht einer Scheidung Panik bekommt, der macht Fehler, die negative juristische Konsequenzen nach sich ziehen können. Daher sollten Sie die gängigsten Fehler bei und im Vorfeld einer Scheidung kennen, um diese bei Ihrer Trennung zu vermeiden.

Fehler 1: Nichts überstürzen und einen Anwalt aufsuchen

Ist eine Scheidung absehbar, beginnen viele Ehegatten damit, ihr Vermögen zu reduzieren, indem sie Schenkungen an Dritte vornehmen. Doch derartige Schenkungen, vor allen Dingen, wenn sie hohe Vermögenswerte oder sogar Grundstücke bzw. Immobilien betreffen, bleiben von Ihrem Ex-Partner zumeist nicht unbemerkt. Dieser könnte in Folge einen vorgezogenen Zugewinnausgleich bei Gericht beantragen.

Um die Höhe etwaiger Unterhaltszahlungen zu reduzieren, versuchen einige Scheidungswillige eine selbst initiierte Reduzierung ihres Gehalts herbeizuführen. Kommt dieses Vorgehen ans Tageslicht, kann das Gericht bei der Berechnung von Unterhalt fiktiv von dem früheren, höheren Gehalt oder Lohn ausgehen. Dadurch bleibt Ihnen im Ergebnis insgesamt weniger Geld. Machen Sie diesen Fehler also nicht.

Ein weiterer Fehler, den Scheidungswillige immer wieder begehen, ist, den Gang zum Anwalt aus Kostengründen zu meiden.

Dabei können sie sich genau durch diesen Gang viele Fehler und Folgekosten ersparen. Selbst angestellte Unterhaltsberechnungen sind aufgrund mangelnden Fachwissens häufig fehlerhaft.

Fehler 2: Verzichten Sie nicht voreilig auf Unterhalt

Manchmal erklären sich Unterhaltsberechtigte dazu bereit, zugunsten des Unterhaltsverpflichteten auf einen Teil oder in Gänze auf die ihnen zustehenden Unterhaltszahlungen zu verzichten. Solche Zugeständnisse sollten Sie im Vorfeld einer Scheidung nicht voreilig machen. Zumal dem Verzicht auf Trennungsunterhalt in rechtlicher Hinsicht enge Grenzen gesetzt sind bzw. dieser kaum/ nicht möglich ist.

Fehler 3: Verabschieden Sie sich von dem Gedanken einen gemeinsamen Anwalt zu beauftragen

Irrtümlich machen viele Scheidungswillige den Fehler, gemeinsam einen Anwalt beauftragen zu wollen. Denn im Rahmen einer Scheidung ist es dem Anwalt nicht gestattet, die Interessen zweier Parteien zu vertreten. Selbst wenn alles auf eine einvernehmliche Scheidung hindeutet, darf ein Anwalt nur die Interessen “seines” Mandanten wahrnehmen. Möglich ist es allerdings, einen neutralen anwaltlichen Mediator einzuschalten. Dieser wird versuchen, etwaige Streitpunkte einvernehmlich zu klären.

Sind alle Streitpunkte zwischen den Ehegatten ausgeräumt und die Scheidungsfolgen geklärt, ist es jedoch möglich, dass aus Kostengründen nur ein Anwalt den Scheidungsantrag einreicht und die Scheidung abwickelt. Der andere Ehegatte bleibt dann jedoch bei der Scheidung anwaltlich nicht vertreten. Läuft die Scheidung im Ergebnis dann doch nicht ohne Konflikte ab, ist die Beauftragung eines weiteren Anwalts dringend anzuraten.

 

So erkennen Sie eine Ehekrise

Eine Ehekrise ist kein Zustand, der von heute auf morgen eintritt. Vielmehr ist es so, dass Probleme in der Partnerschaft sich langsam einschleichen. Es häufen sich unmerklich immer mehr kleine Probleme an, die schlussendlich zu einer handfesten Ehekrise und im schlimmsten Fall sogar zu einer Scheidung führen. Um die Ehe zu retten, ist es wichtig, Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und rasch gegenzusteuern. Doch woran kann man erkennen, dass die eigene Beziehung in Schieflage gerät?

Welche Anzeichen für eine Ehekrise gibt es?

Es mag zunächst absurd klingen, aber ein Fehlen von Streitgesprächen und dem Austragen von Konflikten kann auf eine sich anbahnende Ehekrise hindeuten. Denn eine gut funktionierende Beziehung zeichnet sich dadurch aus, dass Streitigkeiten ausdiskutiert und konstruktiv gelöst werden. Gleichzeitig können Sie Probleme in der Beziehung aber auch daran erkennen, dass Sie und Ihr Partner sich nur noch streiten, wobei dieser Streit wenig konstruktiv ist und nur aus Beleidigungen oder Vorwürfen besteht.

Wenn gemeinsame Unternehmungen immer seltener werden und Sie gar nicht mehr in die Planungen Ihres Partners mit einbezogen werden, dann sollten Sie zügig handeln. Denn dieses Verhalten zeigt, dass Ihr Gegenüber das Interesse an Ihnen verliert.

Diese Anzeichen deuten auf eine Ehekrise hin

Wenn Sie eine Scheidung verhindern möchten, dann sollten Sie aufmerksam darauf achten, ob sich das Verhalten Ihres Partners Ihnen gegenüber oder Ihr Verhalten gegenüber Ihrem Ehegatten verändert. Sind Sie oder Ihr Partner nur noch mürrisch und genervt? Körperliche Nähe zwischen Ihnen und Ihrem Partner findet kaum oder gar nicht mehr statt und im Bett herrscht Sexflaute? Dann deutet vieles darauf hin, dass Sie sich einer Ehekrise oder sogar einer Scheidung nähern. Wenn Sie sich selbst dabei ertappen, wie Sie von einer Trennung von Ihrem Partner phantasieren, sollten Sie sich ganz ernsthaft fragen, ob Sie Ihren Partner überhaupt noch lieben.

Ehekrise erkennen und gegensteuern

Das Erkennen der Ehekrise ist aber nur der erste Schritt dahin, eine Scheidung zu vermeiden. Nach dem Erkennen der Anzeichen für eine Beziehungskrise sollten Sie zunächst einen passenden Moment abwarten, um mit dem Partner ein ruhiges Gespräch zu führen. Besprechen Sie all die Punkte, die Ihnen auf dem Herzen liegen, aber machen Sie es ruhig und ohne Schuldzuweisungen.

Möchte Ihr Partner auch an Ihren Beziehungsproblemen arbeiten, dann können Sie zusammen eine Paartherapie machen oder sich feste Zeiten in Ihrem Terminplan freihalten, in denen Sie gemeinsame Aktivitäten unternehmen. Solange noch Liebe zwischen Ihnen und Ihrem Partner da ist, lässt sich eine Scheidung vermeiden, wenn beide Partner bereit sind, an ihrer Beziehung zu arbeiten.